Gustav SchäferGustav Klaus
Wolfgang Schäfer wurde am 8. September 1988 in Magdeburg geboren. Er hat eine
ältere Schwester.
Bereits im Alter von 5 Jahren fing er mit dem Trommeln an, und obwohl er
aufgrund der Lage seines ehemaligen Elternhauses direkt neben einem
Bestattungsinstitut nur am späten Nachmittag einige wenige Stunden am Schlagzeug
üben konnte, stellte sich schon sehr bald sein großes Talent dafür heraus.
In der Schule gehörte Sport zu Gustavs Lieblingsfächern, auch heute noch
verbringt er seine wenige Freizeit am liebsten im Freien auf dem Fahrrad.
Außerdem ist er großer Fan des Handballclubs "Magdeburg Gladiators", die er auch
schon bei diversen Charity-Aktionen wie Blutspenden unterstützt hat.
Musikalisch hat Gustav wohl den "härtesten" Musikgeschmack der Truppe. Zu
seinen All-Time-Faves gehören eindeutig Metallica, deren "Black Album" die erste
CD überhaupt war, die er sich je selbst gekauft hat. Und der Metallica-Drummer
Lars Ulrich zählt zu Gustavs großen Vorbildern.
Gustav ist der ruhigste und, laut den anderen Jungs, auch sensibelste der Band.
Zudem ist er der einzige Frühaufsteher und wenn Bill, Tom und Georg am späten
Nachmittag aus den Federn kriechen, ist Gustav schon seit Stunden auf den
Beinen, um den Tag zu nutzen.
Gustav ist momentan ein wenig das Sorgenkind der Gruppe, denn nach einem
Autounfall und einem Blinddarmdurchbruch, musste er innerhalb kürzester Zeit ein
drittes Mal ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem ihm in einem
Magdeburger Club eine Kopfverletzung mit einer Bierflasche zugefügt wurde.
Gustavs Equipment:
Gustav spielt TAMA Drums Starclassic Maple
Shell Color : Green Sparkle
H/W Color : Chrome
Cymbals von Meinl
Georg ListingGeorg Moritz Hagen Listing wurde am 31.
März 1987 in Halle/Saale als Sohn eines Zahnarztes und einer
Allgemeinmedizinerin geboren. Seine Eltern, selbst große Musikliebhaber,
förderten ihn auch von klein an darin, ein Instrument zu erlernen.
Nach dem gescheiterten Versuch mit einigen Schulkameraden eine eigene Band zu
gründen, lernte er in einer Magdeburger Musikschule Gustav kennen und gemeinsam
stiegen die beiden etwas später bei "Devilish" ein. Damit war der Grundstein zur
großen Musikkarriere gelegt und Georgs eigentlicher Berufswunsch, wie sein Vater
Zahnarzt zu werden, war schnell beiseitegelegt.
Wenn Georg nicht gerade Musik macht, dann hört er sie. Zu seinen Lieblingsbands
zählen Oasis, Fall Out Boy und Die Ärzte. Sein großes Vorbild im Bezug auf das
Bassspielen ist allerdings Flea von den Red Hot Chilli Peppers.
Im Gegensatz zu den Zwillingen steht bei Georg auch Sport auf der Liste seiner
Hobbies. Genau wie Gustav interessiert er sich sehr für Handball und auch
Aktivitäten wie Klettern oder Motorsport stehen immer mal wieder auf dem
Programm. Neben Besuchen bei den DTM-Tourenwagenmeisterschaft saß Georg auch
schon selber bei einem Rennen hinterm Steuer als er 2006 bei Stefan Raabs
Stock-Car-Challenge teilnahm.
Georg bezeichnet sich selbst als den kühlen Kopf der Band, da er von allen
vieren stets am entspanntesten bleibt und ihn so gut wie nichts aus der Ruhe
bringen kann. Diese extreme Lässigkeit, gepaart mit der Unpünktlicheit und
Schlampigkeit, die ihm seit jeher von seinen Bandkollegen nachgesagt wird, kann
diese aber auch schon mal zur Weißglut bringen.
Privat machte Georg Schlagzeilen als er sich im Herbst 2009 als erstes
TH-Mitglied offiziell zu einer Freundin bekannte.
Georgs Equipment:
Div. Sandberg 4+5 Saiter, u. a. "Basic PM", "California PM", auch Design
Sonderanfertigungen, zum Beispiel Karo-Muster, Spiegel...
Akusik: Washburn 5 Saiter
Amps+Boxen: Ampeg V-4BH, Mesa Boogie Bass 400+
Tom Kaulitz Am 1. September 1989 erblickte Tom in
Leipzig das Licht der Welt. Mit seinem 10 Minuten jüngeren Zwillingsbruder Bill
wuchs er in einem kleinen Dorf namens Loitsche in der Nähe von Magdeburg auf.
Tom, wie auch sein Bruder, waren schon damals Rampensäue, wie man bei ihrer
ersten und leider bis heute einzigen Gastrolle in dem Film "Verrückt nach dir"
sehen konnte, in dem sie gerade mal 5 Jahre alt waren.
Animiert von seinem Stiefvater Gordon, lernte Tom bereits in diesem Alter die
ersten Gitarrengriffe. Nach eigener Aussage war er so begeistert, dass er sich
hoch motiviert das Gitarre spielen alleine beigebracht hat. Kurze Zeit später
gründete er mit seinem Zwilling die Band „Black Questionmark“. Der Bandname
sollte cool, nicht zu lang und aussagekräftig sein. Tom schmunzelt selbst
inzwischen über ihre damalige Kreativität.
Nur zwei Jahre später lernten die beiden Georg (Bass) und Gustav (Schlagzeug)
bei einem Auftritt im „Gröninger Bad“ kennen und gründeten die Garagenband „Devilish“.
Erste Einblicke in die weite Welt des Showbiz bekam Tom 2003, als sein kleiner
Bruder Bill bei der ersten „Star Search“-Staffel in Deutschland teilnahm. Diese
waren jedoch kein Vergleich mit dem was noch folgen sollte.
Peter Hoffmann wurde auf Bill aufmerksam und lud die komplette Band, welche sich
kurze Zeit später in "Tokio Hotel" umbenannt hat, zu sich ins Studio nach
Lüneburg ein. Dort entstand ihr Debutalbum "Schrei“, welches unter anderem den
Song „Durch den Monsun“ enthielt. Mit diesem Song schafften sie den Durchbruch
und standen wochenlang auf Platz 1 der Charts.
Als Tom nach den Sommerferien wieder aufs Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium
in Wolmirstedt gehen wollte, war ein normaler Untterrichtsablauf nicht mehr
möglich. Fans, wie auch Journalisten belagerten die Schule und ließen die
Zwillinge ausrufen, um an Interviews zu kommen. Daraufhin wurden die Zwillinge
vorerst freigestellt und beendeten 2008 erfolgreich über eine Bochumer
Fernschule ihre Fachoberschulreife.
Im Herbst 2005 zog Tom mit seinen Bandkollegen nach Hamburg ins Westend-Village.
Aus dem angemietetem Loft zogen sie jedoch 2007, nach andauernder Belagerung von
Fans, wieder aus.
Tom ist ein großer Fan PS-starker Autos. Ebenso wie für seinen Zwilling Bill,
war und ist es ein großes Stück Freiheit mobil zu sein.
Obwohl man es sich heute kaum noch vorstellen kann, war Tom mal Fan von Metall
und hartem Rock. Sein erstes selbst gekauftes Album ist von Aerosmith.
Heute hört er nicht nur hauptsächlich Hip Hop und deutschen Rap, sondern stylt
sich auch wie der Wickeda MC - Sam Semilia.
Wie sein Bruder Bill, geht auch Tom mit seinem „Image“ sehr selbstironisch um.
So ist er nach eigener Aussage der Frauenheld der Band und verkauft sich gerne
als Macho. Es gibt immer wieder eine Reihe von Frauen an Toms Seite, doch keine
wird von ihm so sehr vergöttert, wie seine Sammlung von Gibson-Gitarren.
Toms Equipment:
E-Gitarren: Hauptsächlich "Gibson Les Paul Custom" in verschiedenen Tunings.
Außerdem "Gibson Flying V". Darunter sind teilweise Sonderanfertigungen, was das
Design betrifft, zum Beispiel eine verspiegelte "Gibson Les Paul".
Akustik Gitarren: "Gibson Sheryl Crow", "Gibson Rosewood"
Amps+Boxen: "Mesa Boogie Rectifier"+Rectifier 4x12 , "Fender Jazz Chorus", div.
Marshall Amps und Boxen u.a "JCM 2000"
Bill KaulitzGeboren am 1. September 1989 in
Leipzig, lebte Bill mit seinem 10 Minuten älteren eineiigen Zwillingsbruder Tom
seit seinem neunten Lebensjahr in Loitsche in der Nähe von Magdeburg.
Unterstützt von Gordon, versuchte Bill sich bereits in diesem Alter als
Songwriter und schrieb die erste Version von „Leb’ die Sekunde“ für die Band
„Black Questionmark“, in der er und sein Bruder erste musikalische Schritte
wagten. Bill war für Gesang und das Keyboard zuständig, das die fehlenden
Instrumente ersetzen sollte. Noten konnte und kann er bis heute nicht lesen,
Musik ist für ihn eine Frage des Gefühls.
Nur zwei Jahre später lernten Bill und Tom bei einem Auftritt in ihrem
Stammclub „Gröninger Bad“ die zukünftigen Bandmitglieder Georg (Bass) und Gustav
(Schlagzeug) kennen und gründeten die Garagenband „Devilish“. Bill gab das
Keyboardspielen auf und obwohl er gerne Klavier und Gitarre spielen würde,
erlernte er kein anderes Instrument – die Geduld fehlt ihm hierfür.
Erstes öffentliches Interesse weckte Bill, als er bei der ersten „Star
Search“-Staffel in Deutschland (2003) teilnahm und schon zu der Zeit mit „It’s
Raining Men“ von den Weather Girls durch Aussehen und sein Auftreten
polarisierte. Bill schaffte es bis ins Achtelfinale, schied dann aber aus.
Der deutschlandweite Durchbruch gelang den Jungs, die sich zwischenzeitlich in
„Tokio Hotel“ umbenannt hatten, im August 2005 mit ihrer Debüt-Single „Durch den
Monsun“ in den Sommerferien. Bill ging bis zu der Zeit mit einem Einser-Schnitt
aufs Gymnasium, wurde aber für das kommende zehnte Schuljahr freigestellt. Doch
noch während der Ferien wurde klar, dass ein normaler schulischer Werdegang auch
zukünftig nicht möglich sein würde. Bill und Tom schrieben sich in eine
Fernschule ein und machten ihren erweiterten Realschulabschluss im Frühjahr 2008
mit einem Notendurchschnitt von 1,8. Für diese Leistung erhielten die Brüder
neben sieben weiteren Fernschülern den Studienpreis DistancE-Learning 2009.
Seit 2006 lebt Bill mit seinem Bruder in Hamburg. Doch oft sind sie dort nicht
anzutreffen, denn die junge Band gewann im Laufe der Zeit auch immer mehr Fans
im Ausland und heute kann man Tokio Hotel bereits als internationale Stars
bezeichnen – ein Erfolg, der Anfang 2008 auf die Probe gestellt wurde: An Bills
Stimmbändern bildete sich eine Zyste, aufgrund dessen die Europa-Tournee
abgesagt werden musste. Nach der dringend erforderlichen OP und einer Reha stand
Bill jedoch bald schon wieder mit seiner Band auf der Bühne. Denn Bill kann und
will sich ein „normales“ Leben gar nicht mehr vorstellen. Er wollte immer schon
dem Alltagstrott entfliehen und „sein Ding durchziehen“.
Dies spiegelt sich auch in seinem Äußeren wieder: Bereits im Kindesalter begann
Bill damit, sich das Haar zu färben und ihm außergewöhnliche Schnitte zu
verpassen. Er lackierte seine Fingernägel, ließ sich Piercings und später auch
Tätowierungen stechen und trug Make-up. Die Idee, sich zu schminken, bekam Bill
durch eine Halloween-Party, auf der er als Vampir verkleidet war. Die dunkel
geränderten Augen gefielen ihm und sind, zusammen mit Bills ganz eigenem Style,
längst zu seinem Markenzeichen geworden. Ein Markenzeichen, das nie langweilig
wird, denn immer wieder erfindet Bill sich neu – bleibt sich und seinem Style
aber treu. Nicht zuletzt deswegen wird Bill inzwischen als Stilikone bezeichnet.
Er durfte schon für Größen wie Karl Lagerfeld als Fotomodel und Dank seinem
Bekanntheitsgrad bereits 2008 für Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett in Berlin
posieren. Neben seinem Look verlieh Bill auch schon seine Stimme: Für die
Animations-Abenteuer „Arthur und die Minimoys“ Teil 1 und 2 übernahm er die
Synchronisation der Hauptfigur.
Willkommene Abstecher aus dem Musikgeschäft, die Bill großen Spaß machen, ihn
von seinem Traum, die Bühnen zu rocken, aber nicht abbringen.